Der Stadtrat lehnt die  Initiative leider ab und verzichtet auf  einen Gegenvorschlag. Nun ist es am Gemeinderat, die Initiative zu beurteilen.

Obwohl sich die Bodeninitiative im Grundsatz mit den Zielen seiner eigenen Immobilienstrategie 2016–2024 deckt, lehnt der Stadtrat das Volksbegehren ab. Er befürchtet, dass seine Kompetenzen stark eingeengt werden. Aus Sicht des Initiativkomitees hat der Stadtrat einige Punkte der Initiative nicht korrekt interpretiert. Innerhalb seiner Kompetenzen (also bis zu 1 Mio. CHF) kann der Stadtrat weiterhin Land für Projekte im öffentlichen Interesse, für Erschliessungsverbesserungen oder an Bund, Kantone und Zweckverbände verkaufen. Das dürfte vermutlich der Normalfall in dieser Preiskategorie sein.

Zu allen anderen Zwecken können Landverkäufe zwar nach wie vor getätigt werden, jedoch nur wenn 2/3 des Parlaments zustimmen. Durch das qualifizierte Mehr wollen die Initianten erreichen, dass nur noch Landverkäufe zu Stande kommen, die weit über die einzelnen politischen Lager hinaus getragen werden.

Der Tausch von Land oder Liegenschaften ist in der Initiative vorgesehen. Immer wenn ein Stück Land veräussert werden soll, können bis zu fünf Jahre davor gekaufte Grundstücke als Kompensation angerechnet werden. Natürlich können so zwei Grundstücke auch gleichzeitig gehandelt werden.

Der Gemeinderat kann nun selbst auch einen Gegenvorschlag zur Initiative erarbeiten. Dann würde den Stimmbürgern neben der Initiative auch der Gegenvorschlag vorgelegt. Sollte der Gemeinderat der Initiative zustimmen, gilt das Initiativbegehren als sein eigener Beschluss; sollte auch das Parlament die Initiative ohne Gegenvorschlag ablehnen, entscheidet das Volk über die Initiative.