Ein Leserbrief von Prof. em. Dr. med. Jakob Briner publiziert im Zürcher Unterländer am 11.9.2021:

Keineswegs! Denn die Initiative soll genau das verhindern, was 2005 beinahe passiert wäre.

Der damalige Finanzchef im Stadtrat von Bülach plante, durch einen Verkauf von Bauland an zahlungskräftige Private ein drohendes Defizit im Budget 2006 abzuwenden. Gespräche mit Interessierten fanden offenbar statt, obwohl sogar ein Servitut auf dem entsprechenden Land im Gstückt bestimmte, dass dort nur öffentliche Bauten (Schulhäuser, Altersheime usw.) zulässig seien.

In einer Einzelinitiative vom 14. November und einer Anfrage vom 11. Dezember 2005 verlangten wir im Gemeinderat Auskunft. Diese wurde zwar nur unvollständig gegeben, führte aber dazu, dass in der Budgetdebatte das Geschäft durch EVP, Grüne, SP und SVP klar abgelehnt wurde. Das Bauland konnte deshalb nicht an private Investoren verkauft werden.

Zwei gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften konnten in der Folge auf diesem Grundstück die sehr gut gelungene Siedlung Bergli mit Alterswohnungen, einer Pflegewohngruppe, einer Kindertagesstätte, einem Gemeinschaftsraum und einem Quartierladen erstellen.

Deshalb: Bodeninitiative: ja!